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Matze Heppner (links) vom MO Motorrad Magazin mit Kolja Rebstock (rechts) von Harley-Davidson Europa

„Harley ist Kult“: Der Chef von Harley-Davidson Europa im MO Interview

Kolja Rebstock kommt aus dem Allgäu, ist sympathisch, Mitte 50 und seit 2021 der Chef von Harley-Davidson in Europa, dem Nahen Osten und Afrika. Matze Hepper vom MO Motorrad Magazin hat Kolja beim HD 120 Harley-Davidson Geburtstags-Festival in Budapest zum Interview getroffen.

Text: Matze Hepper | Fotos: Whitedevil_48_, Hepper, Werk

Diesen Artikel findet ihr in voller Länge im Motorrad-Magazin MO 9-2023, erhältlich ab sofort im Zeitschriftenhandel. 
Alle Infos gibt es auch auf mo-web.de

[MO] Wie kamst Du zu Harley?

[KOLJA REBSTOCK] Jochen Zeitz (CEO von Harley-Davidson) hat mich angerufen. Mehrfach. In langen Telefongesprächen haben wir uns erst mal angenähert, er hat viel erklärt und mich schlussendlich überzeugt (lacht), bei der Company einzusteigen.

[MO] Was hat Dich an Harley gereizt und was hast Du davor gemacht?

[KR] Ich war rund 25 Jahre lang in der Automobilbranche, bei Mercedes-Benz in verschiedenen Führungspositionen von Vertrieb und Aftersales, oder als Chef der Sparte Nutzfahrzeuge in Australien und Neuseeland. Später dann CEO bei Mitsubishi Motors in Deutschland. Nach vielen Jahren in Großkonzernen, bei denen die Mühlen nicht unbedingt schnell mahlen, wollte ich in ein innovatives Unternehmen mit kurzen Wegen und eher zügigen Entscheidungen. Mich reizte vor allem die Möglichkeit, etwas eher schneller zu bewegen, zu machen. Aber auch die Emotionen, die beim Thema Harley mitschwingen und die schier unglaubliche Kundenbegeisterung.

[MO] Apropos bewegen, welches Motorrad fährst Du?

[KR] Bisher hatte ich zwei Fat Boys, von denen ich nun eine verkauft habe und mir stattdessen eine Street Glide gekauft habe. Tatsächlich komme ich aber eher weniger zum Fahren, da es zahllose Termine zu besuchen gilt. Auch meine Kinder sind von der Harley-Welt begeistert und schicken mich schon auf diverse Veranstaltungen.

[MO] Nachdem die neuen und nicht unbedingt günstigen Anniversary- und CVO-Modelle praktisch weggehen wie warme Semmeln, plant Harley-Davidson trotzdem einmal, etwas günstigere und leichtere Motorräder zu bauen?

[KR] Eine Harley ist eine Harley. Und die Marke ist unter anderem aus dem Grund zum Kult geworden, weil sie schon immer große und schwere Motorräder baute, die von hoher Wertigkeit und Qualität durchdrungen sind. Etwas darstellen, bei denen der mächtige Motor im Mittelpunkt steht. Von einer Harley-Davidson schwärmen viele und sparen entsprechend, um sich einmal diesen Traum zu erfüllen. Ob neu oder gebraucht. Unsere zahlreichen HOG-Chapter (Harley Owners Group) sind in vielen Dingen unglaublich engagiert, so bieten sie nicht nur jede Menge Touren und Ausfahrten an, sondern auch viele Fahrtrainings. Für gemischte Gruppen aber auch rein nur für Frauen.

[MO] Kolja wir danken Dir für das sehr herzliche Gespräch.

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